Integrative Medizin – Vortrag Dr. Mergel

Die Therapien bei gynäkologischen Krebserkrankungen sind kontinuierlich besser und damit auch besser verträglich geworden. Und doch kämpfen die Betroffenen oft gegen Nebenwirkungen an.

Fr. Dr. Franziska Mergel, Oberärztin am Brustzentrum der SLK Kliniken am Gesundbrunnen befürwortet die Mind-Body-Medizin: Bewegung-Entspannung-Atmung-Ernährung-Selbsthilfe bilden eine  Einheit mit Lebenssinn-Gedanken/Gefühlen und Lebenszielen. So zeigte sie viele Möglichkeiten auf, die helfen können. Von Yoga, Sport bzw. moderater Bewegung, über Güsse, Akupunktur und guter Ernährung, aber auch soziale Kontakte und Selbsthilfetreffen tun gut.

Vitamin D und Vitamin B12 sollten vorab mittels Bluttest kontrolliert werden, bevor sie als Medikament eingenommen werden. Weitere Nahrungsergänzungsmittel seine oft völlig wirkungslos und deshalb unnötig.

Nach dem sehr informativen Vortrag beantwortete Fr. Dr. Mergel mit ihrer empathischen Art noch unzählige Fragen der 28 anwesenden Frauen.

 

Infofahrt und Netzwerktreffen

vom 19.-21.05.25 waren die Gruppen Neckarsulm, Neckar-Odenwald, Heilbronn, Öhringen, Obernburg und Metagruppe Unterland auf Reisen.

 

Nach einem Besuch in der Onkologischen Rehaklinik der Uniklinik Freiburg mit interessanten Vorträgen des Ärztlichen Direktors Herrn Dr. Dauelsberg und seinem kompetenten und sehr empathischen Team und einer Stadtführung in Freiburg, haben wir an einem ganz besonderen Ort übernachtet. Haus Maria Lindenberg ist ein Bildungshaus/Wallfahrtsort auf einem Bergplateau auf 800 Meter Höhe mit 360° Blick in den Schwarzwald. Unfassbar schön und ruhig ein richtiger Kraftort. Der 2. Tag begann mit einer Runde OnkoWalking/Gymnastik mit Katja Otten, die seit vielen Jahren onkologische Bewegungsberatung und Rehasport für Krebspatienten anbietet. Nach dem Frühstück gab es einem Workshop „Wie spreche ich mit meinem Arzt“ und dann folgte am Nachmittag das Highlight unserer Reise:

Das Austauschtreffen mit den Gruppen Riegel und Ettenheim.

Entstanden war die Idee vor 2 Jahren auf der Bundestagung in Magdeburg. Dort lernte ich Anita Jehle aus Riegel und Inge Konopka von Neckar-Odenald kennen. Die beiden kannten sich schon, da sie gemeinsam die Ausbildung zum Selbsthilfe-Coach machten. Was damals locker dahergesagt war „Da könnten wir uns als Gruppen doch einmal Treffen und austauschen“ haben wir jetzt umgesetzt.

 

Wie haben wir 35 Frauen gestaunt, was uns die „sym-badische“ Gastfreundschaft in Riegel am Kaiserstuhl, allen voran Anita Jehle mit ihrem Leitungsteam und den vielen Helferinnen aus der Gruppe da geboten hat! Herzlichste Begrüßung, Kaffee und Kuchenbüfett vom Feinsten. Dr. Rein, Chefarzt des Brustzentrums Emmendingen war gekommen, um uns das Neueste aus der Behandlung bei Brustkrebs zu erklären. Was er in einer auch für Laien sehr gut verständlichen Präsentation und bei der Beantwortung der vielen Fragen mit einer offensichtlichen Freude an dem regen Interesse getan hat.

Nach einer Führung durch den Ort saßen wir beim Abendbüfett zusammen. Alle haben es genossen, zusammen zu sein, sich auszutauschen, zusammen zu lachen und das Leben zu feiern, wobei auch ernste Erfahrungen nicht ausgespart wurden.

Die Zeit verging wie im Flug. Nach einem herzlichen Dankeschön und vielen Umarmungen verabschiedeten wir uns mit dem Versprechen, uns bei der Bundestagung in Magdeburg oder bei der Landestagung in Pforzheim wiederzusehen. Zurück im Bildungshaus ließ uns eine Klangmeditation zur Ruhe kommen.

7.30 Uhr. Der Tag begann mit einer neuen Runde OnkoWalking in 2 Gruppen. Die anschließende Führung im ehemaligen nahen Benediktinerkloster in St. Peter war sehr informativ und in der barocken Bibliothek konnte man nur staunen, welche Schätze da schon im 14./15.Jahrhundert zusammengetragen wurden. Der Abschluss führte uns noch zum Titisee, der uns mit stürmischem Regen und Hagel empfing. Nach einem 2 stündigen Aufenthalt traten wir dann erfüllt von den vielen Eindrücken die Heimreise an.

„Es war so schön“ „Danke, es hat mir so gutgetan, mich auszutauschen, zu Hause bin ich nämlich alleine.“ „Ich habe so viel Neues erfahren“ „ Ich fühle mich erschöpft aber glücklich“ „Diese Tage werde ich nie vergessen“ „Danke für die toll organisierte Infofahrt. Wir sind alle voller wunderbarer Eindrücke heimgekehrt“. Uns, die wir diese Tage organisiert haben, war der schönste Lohn der Blick in die glücklich/zufriedenen Gesichter der Teilnehmerinnen.

Buntes Frauenfrühstück

Mit einer kleinen Geschichte zur sinnvollen Nutzung der Lebenszeit eröffnete Eva-Maria das Frauenfrühstück im Bürgertreff Neckarsulm. 25 Frauen waren gekommen und hatten viele Köstlichkeiten für das Büfett mitgebracht. Von selbstgemachten Marmeladen und Brotaufstrichen, Käse über Schinken und Räucherlachs, Tomaten, Gurken Radieschen bis zu Bircher Müsli, Obstsalat, Flachswickel, Muffins, Kuchen und Hefezopf. Es war alles da, was das Herz begehrt. Die Stimmung an den von Birgit liebevoll dekorierten Tischen war fröhlich und dankbar. Dankbar für die Möglichkeit, sich wieder einmal im geschützten Rahmen auszutauschen zu können und auch Mut zu zeigen, weil die Gemeinschaft unter den Betroffenen trägt. Das zeigte sich besonders, als sich 2 Frauen in diesem Raum erstmals trauten, die Perücken abzusetzen und sich mit dem nun veränderten Aussehen zu zeigen. Mit großem Beifall wurde dieser Mut belohnt. Erfreulicherweise fand sich mit Heiderose eine Teilnehmerin, die über einen großen Fundus an Geschichten und Gedichten verfügt und uns mit dem Gedicht „Sozusagen grundlos vergnügt“ von Mascha Kalecko erfreute. Die Stimmen flogen hin und her und die Zeit verging wie im Flug beim Genießen, Lachen und auch ernst sein. „Das war wunderbar und das können wir wieder einmal machen“.  So war die einhellige Meinung der Teilnehmerinnen, die sich beim Leitungsteam herzlich bedankten.