META trifft Schubert: Unser Jubiläum

META-Gruppe – 5 Jahre: Ist das was Besonderes?
Ja! Denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass eine so fragile Gemeinschaft ein 5-jähriges Jubiläum feiert. Hat doch jede Einzelne von uns vor einiger Zeit die Diagnose bekommen: „Unheilbar an Krebs erkrankt!“ Deswegen der Name META – von metastasiert.
Markdorf/Bodensee war die erste META-Gruppe bundesweit! Die Idee dazu hatte 2019/2020 Frau Christa Hasenbrink, seinerzeit die Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe Krebs Baden-Württemberg. Sie hat erkannt, dass diese Frauen andere, existenziellere Themen beschäftigen, dass sie andere Bedürfnisse haben und anderen Hilfebedarf als die vielen Frauen, die Hoffnung auf Heilung haben.

Die Aussicht, sich von Therapie zu Therapie zu hangeln, ist nicht schön, es braucht viel Kraft und Mut und Ausdauer. Ja, den Mut, das Leben dennoch erfüllt zu leben, trotzdem, gerade jetzt! Die Kraft dazu schlummert – nach dem Schock – in jedem Menschen und die Frauen unserer Gruppe ermutigen sich gegenseitig dazu unter der behutsamen Führung einer Psychoonkologin, die unsere monatlichen Treffen begleitet. Inzwischen gibt es schon einige META-Gruppen und der Bedarf wächst, denn die Erfolge in der Medizin führen immer mehr zu einer längeren Überlebenszeit.

Der Onkologe eines Gründungsmitglieds, Professor Dr. Frank Mayer aus Friedrichshafen, singt in seiner Freizeit als Bariton klassische Lieder. Er bot an, die Feierstunde u. a. mit der „Winterreise“ von Schubert zu gestalten, zusammen mit der Konzertpianistin Chiaki Nagata. In kürzester Zeit wurde das Benefizkonzert organisiert und mit köstlichem Fingerfood der Selbsthilfefrauen aus dem gesamten Bodenseekreis gekrönt. 120 Gäste erlebten in dem wunderschönen Konzertsaal im Rathaus Hagnau einen ganz besonderen Abend mit viel Lebensfreude und Wertschätzung der Gruppe. Claudia Klein vom Landesvorstand BW/BY und Patin unserer Gruppe überbrachte ihre Glückwünsche in einem bewegenden Gedicht und überreichte ein leuchtendes Licht, sinnbildlich für dunkle Stunden.

Christa Hasenbrink betonte in ihrem Grußwort auch noch einmal die Bedeutung und Wichtigkeit der Stabilität in solch einer Gruppe durch die Begleitung einer Psychoonkologin. Denn in den fünf Jahren mussten wir schon oft Abschied nehmen: von zwei Frauen der ersten Stunde und vielen anderen Weggefährtinnen. Damit umzugehen ist nicht einfach und benötigt professionelle Begleitung, um ein Auseinanderbrechen der Gruppe zu verhindern. Das Problem: Diese professionelle Begleitung ist bisher in den Statuten auf Bundes- und Landesebene wie auch denen der Krankenkassen nicht vorgesehen und erfordert noch so einige „politische Arbeit“, um das auf höchster Ebene zu ändern. Hoffentlich wird das kein Kampf gegen Windmühlen …

Petra Zirkl, ebenfalls Frau der ersten Stunde und stellvertretende Gruppenleiterin, moderierte mit Herzblut das unvergessliche Jubiläum und durfte am Ende einen beträchtlichen Spendenbetrag in Empfang nehmen, der nächstes Jahr im April 22 Frauen mit Metastasen ein stärkendes Wochenende am Bodensee ermöglichen wird, um der Spur ihrer Lebensmelodie musikalisch nachzuspüren.

(Petra Zirkl)

Und hier nun ein paar Eindrücke:

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