Der eigenen Lebensmelodie nachspüren …

… das wollten die schlussendlich 19 Teilnehmerinnen, die voller Erwartungen sich bei perfektem Frühlingswetter im schönen Kloster Schloss Hersberg am Bodensee eingefunden hatten. Nachdem die Resonanz 2024 so positiv gewesen war, hatten wir, das Leitungsteam der META-Gruppe Markdorf, beschlossen, unsere diesjährigen Resilienztage vom 15. bis 17.04.2026 erneut hier an diesem besonderen Ort zu organisieren.

Das Thema „Meine Lebensmelodie“ war schnell gefunden, denn die Stunden mit dem Musiktherapeuten Thomas Schröter waren 2024 auf so große Begeisterung gestoßen, dass wir gleich wussten: Davon wollen wir mehr. Auch die Erfahrung, dass weniger mehr ist, hat uns dazu bewogen, außer unserer Psychoonkologin Daniela (Lamm) und Thomas keine weiteren Therapeuten einzuladen. Zudem hatten wir – dem Feedback von 2024 folgend – mehr Freizeit eingeplant, damit Spaziergänge, Gespräche, Zeit allein, zu zweit oder in der Gruppe möglich waren. Dank unserer großzügigen Sponsoren (Professor Dr. Frank Maier, Jubiläumskonzert, Soroptimistinnen Überlingen, Spendenaktion „Ein Licht, ein Baum – wir helfen“, u. a.) bereitete uns dieses Mal auch die Finanzierung kein Kopfzerbrechen.

Daniela eröffnete die Resilienztage nach dem Mittagessen mit einer wunderbaren „Kennenlernrunde“, aber nicht die oft übliche, in der sich jeder vorstellt und dabei den Fokus auf die Krankheit richtet. Denn wir sind schließlich mehr als nur unsere Krebserkrankung. Auf dem Boden waren großformatige Bilder ausgelegt, jede durfte sich eines auswählen und unter dem Aspekt: „Wie geht es mir gerade, was erwarte/erhoffe ich mir von den Tagen?“ in ein paar Sätzen erklären, warum gerade dieses Bild sie angesprochen hatte. Es war eine lebhafte Runde; die paar Sätze ermöglichten jeweils einen ganz anderen kurzen Blick auf die Seele, als das die Krankheitsgeschichte getan hätte: Leichtigkeit, Vorfreude, gespannte Erwartungen standen im Vordergrund – und nicht Krankheit, Leid, Schwere. Ein sehr guter Start …

Bei dem schönen Wetter nahmen die meisten Teilnehmerinnen den Vorschlag an, einen Spaziergang durch die Weinberge und an blühenden Kirsch- und Apfelbäumen vorbei hinunter an den Bodensee zu machen. Beim Gehen lässt sich gut reden, das wurde offensichtlich. So eine Offenheit für sehr persönliche Themen, auch unter Frauen, die sich zum ersten Mal begegnet sind, das kenne ich nur von META-Gruppen. Es ist eine ungemeine Bereicherung, die Zeit nicht mit Small Talk und Oberflächlichkeit zu vergeuden. Denn wir wissen schließlich nicht, wie viel wir davon noch haben …

Für den Abend hatte Daniela für uns etwas Besonderes vorbereitet: im gläsernen Pavillon, auf dem Sessel gemütlich in Decken gehüllt, mit Blick auf den Bodensee und die Alpenkette „Musik zum Träumen“, eine Playlist von berührenden Musikstücken querbeet durch Klassik, Soul, Jazz, irische Musik etc. Tief versunken, ganz bei sich mit dem überwältigenden Ausblick ließen wir den Tag ausklingen. Nur das i-Tüpfelchen fehlte: ein goldener Sonnenuntergang über dem See. Da hatten uns die Wolken einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Der Donnerstag war ganz der Musik gewidmet. Gespannte Erwartung und Vorfreude hielten sich die Waage. Viele kannten Thomas schon vom letzten Resilienzwochenende 2024. Wie damals hatte er wieder viele Musikinstrumente mitgebracht, die jeder auch ohne Notenkenntnisse spielen kann. Ein Instrument, das betonte er, hat aber jeder immer dabei: die eigene Stimme. Der (erneute) Zugang dazu und was sie alles bewirken kann, das sollte im Mittelpunkt seiner Arbeit mit uns stehen. Es war dann auch das Instrument, das wir an diesem Tag am meisten genutzt haben.

Nur eines Liedes bedurfte es, um die ganze Gruppe „abzuholen“: Erst etwas zaghaft, dann immer fester und selbstsicherer erklangen unsere Stimmen, während wir uns im Raum bewegten. Leicht einprägsame kurze Texte, einfache Melodien und Wiederholung um Wiederholung, das machte es aus: Wir entdeckten (wieder), dass wir alle tatsächlich singen können, und fühlten und sahen sofort, was Musik mit uns macht: strahlende Gesichter, glänzende Augen, Leichtigkeit, eine unbändige Energie im Raum. Ausführungen zur Wirkung der Musik – ob hören oder selbst singen, summen, brummen – auf Körper, Geist und Seele, Bedeutung der Musik für unser Leben und unsere Gesundheit wechselten sich ab mit dem Singen von Liedern von Mark Bossinger, Iria, Helge Burggrabe etc.

Aber auch die von Thomas mitgebrachten Instrumente wollten getestet werden. Jede durfte sich ein Instrument auswählen, die verschiedenen Klänge ausprobieren. Dann wurde ein Stück improvisiert: Augenkontakt, Feingefühl, Achtsamkeit, Rücksichtnahme und ein feines Gespür für den anderen waren Komponist und Dirigent gleichermaßen. Sich mit seinem Instrument anpassen, mal die Führung übernehmen, mal sanft begleiten, dann wieder den Takt und Ton angeben, die Gruppe pushen, dann sich wieder zurücknehmen und anderen die Führung überlassen, leiser werden und gemeinsam den Schluss finden und akzeptieren: Es entstand ein so berührendes Musikstück, dass danach minutenlang ergriffene Stille herrschte. Eine unglaubliche Erfahrung, was für eine (Lebens-)Melodie erklingt, wenn nicht jeder ohne Rücksicht auf den anderen sein „Ding durchboxt“.

Das Thema Lebensmelodie zog sich wie ein roter Faden durch den Tag. Wir waren uns einig: In unserer Lebensmelodie erklingen die unterschiedlichsten Instrumente und Rhythmen – mal ganz leise und zart, mal beängstigend, dann laut und fröhlich, dann wieder bedrohlich, traurig, glücklich. Jeder hat seine eigene Lebensmelodie, die von äußeren und inneren Faktoren beeinflusst wird, also ständig fortgeschrieben wird. Und wir haben Einfluss auf sie. Denn wenn wir Musik in unser Leben lassen, egal ob singen, spielen oder hören, verändert das unsere Haltung zu den Faktoren – und damit unsere Lebensmelodie. Eine wichtige Erkenntnis, die wir nie vergessen dürfen.

Pausen mit Kaffee und Kuchen auf der Sonnenterrasse, mit guten Gesprächen oder auch Rückzug, um die Impulse und bewegenden Momente nachklingen zu lassen, am Abend ein schöner Spaziergang – diesmal mit Sonnenuntergang – und ein gemütliches Beisammensein danach machten den Tag zu einem ganz besonderen. Die Harmonie und Vertrautheit, die in einer so heterogenen Gruppe entstehen kann, weil man etwas so Belastendes gemeinsam hat, ist für mich immer wieder ein Wunder und ganz besonderes Geschenk.

Und schon war der letzte Tag an diesem beseelten Ort angebrochen. Thomas und Daniela wollten ihn gemeinsam gestalten. Als wir vom Frühstück kamen, erwarteten uns im Raum ganz zarte Klänge: Daniela saß selbstvergessen auf dem Boden und spielte eine verträumte Melodie auf einer Sansula. Dann begann Christina, sie mit sanften Tönen auf der Hang bzw. Handpan zu begleiten. Schließlich griff sich Thomas auch eine Sansula und stimmte mit ein. Was für ein Genuss und schöner Start in den letzten Teil unserer Veranstaltung!

Thomas hatte für uns in der Kapelle des Klosters etwas ganz Besonderes vorbereitet: eine Meditation begleitet von Musik und Text. In kuschlige Decken gehüllt, war die Spiritualität dieses Ortes für jeden von uns greifbar und ergreifend. Anschließend sang Thomas mit seiner beeindruckenden Stimme für uns das Kyrie Eleison.

Auch den Abschluss hatten wir diesmal ein bisschen anders geplant: Statt die Tage mit Resümee und Feedback zu zerreden, hatte Daniela eine kleine künstlerische Einlage vorgeschlagen. Zurück im Raum teilte sie uns allen Aquarellpapier, -stifte und Wasserpinsel aus, um ein Bild zu malen: Wie fühle ich mich nach diesen Tagen, was nehme ich mit, was hat mir besonders gut getan oder was für ein Bild habe ich gerade im Herzen? Auch hatte jede die Möglichkeit, uns ein paar Zeilen Feedback zu geben. In konzentrierter Atmosphäre untermalt mit leiser Musik entstanden kleine Kunstwerke, für jede von uns eine kleine Erinnerung an diese wertvollen Tage. Zum Schluss sollten wir dann nur einen Satz zusammenfassend sagen. Am häufigsten – auch in den Feedbacks – war Dankbarkeit für einen völlig neuen Zugang zur Musik.

Auch das kleine, traditionelle „Mitgebsel“ passte zum Thema Lebensmelodie: Stift, Radiergummi und Notizblock mit Musiknoten verziert. Nach dem Mittagessen hieß es dann, wieder Abschied zu nehmen und Auf Wiedersehen sagen – wir hoffen, mit ganz vielen von Euch bei unseren nächsten Resilienztagen, die schon wieder in Planung sind. Unser Dank von Herzen geht an alle, die diese Zeit ermöglicht haben: Sponsoren, das Haus Schloss Hersberg, Daniela, Thomas und an Euch alle, die Ihr dabei wart und den Tagen Glanz und Tiefe verliehen habt.

Heide

(im Namen der Leitung der META-Gruppe Markdorf)

META trifft Schubert: Unser Jubiläum

META-Gruppe – 5 Jahre: Ist das was Besonderes?
Ja! Denn es ist keineswegs selbstverständlich, dass eine so fragile Gemeinschaft ein 5-jähriges Jubiläum feiert. Hat doch jede Einzelne von uns vor einiger Zeit die Diagnose bekommen: „Unheilbar an Krebs erkrankt!“ Deswegen der Name META – von metastasiert.
Markdorf/Bodensee war die erste META-Gruppe bundesweit! Die Idee dazu hatte 2019/2020 Frau Christa Hasenbrink, seinerzeit die Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe Krebs Baden-Württemberg. Sie hat erkannt, dass diese Frauen andere, existenziellere Themen beschäftigen, dass sie andere Bedürfnisse haben und anderen Hilfebedarf als die vielen Frauen, die Hoffnung auf Heilung haben.

Die Aussicht, sich von Therapie zu Therapie zu hangeln, ist nicht schön, es braucht viel Kraft und Mut und Ausdauer. Ja, den Mut, das Leben dennoch erfüllt zu leben, trotzdem, gerade jetzt! Die Kraft dazu schlummert – nach dem Schock – in jedem Menschen und die Frauen unserer Gruppe ermutigen sich gegenseitig dazu unter der behutsamen Führung einer Psychoonkologin, die unsere monatlichen Treffen begleitet. Inzwischen gibt es schon einige META-Gruppen und der Bedarf wächst, denn die Erfolge in der Medizin führen immer mehr zu einer längeren Überlebenszeit.

Der Onkologe eines Gründungsmitglieds, Professor Dr. Frank Mayer aus Friedrichshafen, singt in seiner Freizeit als Bariton klassische Lieder. Er bot an, die Feierstunde u. a. mit der „Winterreise“ von Schubert zu gestalten, zusammen mit der Konzertpianistin Chiaki Nagata. In kürzester Zeit wurde das Benefizkonzert organisiert und mit köstlichem Fingerfood der Selbsthilfefrauen aus dem gesamten Bodenseekreis gekrönt. 120 Gäste erlebten in dem wunderschönen Konzertsaal im Rathaus Hagnau einen ganz besonderen Abend mit viel Lebensfreude und Wertschätzung der Gruppe. Claudia Klein vom Landesvorstand BW/BY und Patin unserer Gruppe überbrachte ihre Glückwünsche in einem bewegenden Gedicht und überreichte ein leuchtendes Licht, sinnbildlich für dunkle Stunden.

Christa Hasenbrink betonte in ihrem Grußwort auch noch einmal die Bedeutung und Wichtigkeit der Stabilität in solch einer Gruppe durch die Begleitung einer Psychoonkologin. Denn in den fünf Jahren mussten wir schon oft Abschied nehmen: von zwei Frauen der ersten Stunde und vielen anderen Weggefährtinnen. Damit umzugehen ist nicht einfach und benötigt professionelle Begleitung, um ein Auseinanderbrechen der Gruppe zu verhindern. Das Problem: Diese professionelle Begleitung ist bisher in den Statuten auf Bundes- und Landesebene wie auch denen der Krankenkassen nicht vorgesehen und erfordert noch so einige „politische Arbeit“, um das auf höchster Ebene zu ändern. Hoffentlich wird das kein Kampf gegen Windmühlen …

Petra Zirkl, ebenfalls Frau der ersten Stunde und stellvertretende Gruppenleiterin, moderierte mit Herzblut das unvergessliche Jubiläum und durfte am Ende einen beträchtlichen Spendenbetrag in Empfang nehmen, der nächstes Jahr im April 22 Frauen mit Metastasen ein stärkendes Wochenende am Bodensee ermöglichen wird, um der Spur ihrer Lebensmelodie musikalisch nachzuspüren.

(Petra Zirkl)

Und hier nun ein paar Eindrücke:

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Wir feiern 5. Geburtstag!

Wir feiern 5. Geburtstag …

und können es kaum selbst glauben, wie schnell die Zeit dahingeflogen ist: Fünf Jahre leben, lachen, weinen, lieben, hoffen, bangen, Abschied nehmen, willkommen heißen – und schweben, getreu unserem Motto: „Federn lassen und dennoch schweben“ (Hilde Domin).

Dass dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes wird, verdanken wir Herrn Professor Dr. Frank Mayer, der sich nicht nur der Onkologie verschrieben hat, sondern auch leidenschaftlicher Sänger ist (Bariton). Besonders Schuberts Lieder haben es ihm angetan. Zusammen mit der Pianistin Chiaki Nagata beschenkt uns Professor Dr. Mayer mit einem Schubert-Liederabend: „Reisebegegnung: Schubert trifft META“.

Wir freuen uns darauf, Euch am Sonntag, 9.11.2025, 17 Uhr, zu dem Konzert im Rathaus Hagnau zu begrüßen. Anschließend gibt es beim lockeren Beisammensein mit kleinen Leckereien die Möglichkeit, ins Gespräch zu kommen.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um Anmeldung entweder über uns (meta-gruppe-markdorf@frauenselbsthilfe-bw.de) oder über die im Plakat angegebene E-Mail-Adresse.

Ausflug zum Affenberg Salem

Achtung, Programmänderung! Da wir einige Neuerkrankte in der Gruppe haben und der für 3.4.2025 geplante Ausflug zur Heilquelle am Rahlshof eine Wanderung von insgesamt 2 Stunden bedeuten würde (Hin- und Rückweg), haben wir kurzfristig umdisponiert: Wir besuchen stattdessen den Affenberg Salem. Treffpunkt ist wie geplant um 15 Uhr vor der Schenke am Affenberg. Nach einem gemeinsamen Rundgang durch das Affenberggehege ist zum Abschluss ein gemütliches Beisammensein in der Schenke geplant. Der Eigenanteil zu den Kosten beträgt 5 €. Alle Betroffenen sind herzlich willkommen, wir freuen uns auf Euch!

Vortrag Darius Braun … und trotzdem!

Normalerweise spricht er vor großem Publikum, gibt Interviews in der Presse, im Fernsehen oder im Radio. Aber am 6.3.2025, 15 Uhr, ist er bei uns, der Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Meersburg, im Evangelischen Gemeindehaus, von-Laßberg-Str. 3, 88709 Meersburg, zu Gast: Darius Braun, der Salemer, der unzähligen Menschen mit seiner Erfolgsgeschichte Hoffnung macht.

Mit 15 erhielt Darius Braun die niederschmetternde Diagnose Hirntumor. Nach der OP musste er mühsam wieder sprechen und gehen lernen. Schritt für Schritt kämpfte er sich ins Leben zurück. Abitur, Studium, Lehramt – doch das befriedigte ihn nicht. Deshalb wagte er es, sich seinen großen Traum zu verwirklichen: die Panamericana-Tour per Fahrrad, von Kanada nach Ushuaia, dem südlichsten Zipfel Argentiniens.

Ab 1.8.2022 insgesamt 509 Tage mit Fahrrad und Zelt unterwegs, berührende, wunderschöne, aber auch gefährliche Abenteuer auf 21.000 km Straße, eisige Kälte, brütende Hitze, die Anden mit über 4.300 m Höhe, all das hat ihn nicht nur nach Ushuaia , sondern auch zu sich selbst geführt. Von dieser Tour hat er also außer beeindruckenden Erlebnissen, Fotos und Videos auch wichtige Erkenntnisse mitgebracht. „Es ging nie ums Ankommen, sondern um das Unterwegssein – unterwegs zu mir selber“, sagte er in einem Interview. Jeden Tag mit jedem Schritt sei er ein Stückchen gewachsen und weitergekommen. Es gehe nicht darum, „so zu sein wie früher, sondern zu sein, wie man ist, und daraus das Beste zu machen“. Lassen Sie sich von Darius Brauns unvergesslichen Reise mitreißen und seinen Erkenntnissen inspirieren. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Wir freuen uns auf ganz viele Zuhörer!

Vortrag: Neueste Erkenntnisse zu Brustkrebs

Neueste Erkenntnisse vom weltweit größten Brustkrebskongress in San Antonio, Texas

Liebe Interessierte,

die Evangelischen Kliniken Essen-Mitte gGmbH laden zu einem neuen Vortrag am
13.01.2025 von 17 bis 18 Uhr im ZOOM-Format ein.
Thema: Neueste Erkenntnisse vom weltweit größten Brustkrebskongress in San Antonio, Texas
Referent: Herr Prof. Dr.med. Kümmel

Eine Anmeldung für den Vortrag ist nicht notwendig.
Die Zugangsdaten, mit denen Ihr Euch direkt einwählen könnt: https://eu01web.zoom.us/j/64441544519?pwd=a05Gczd2cGpzV2gxaEZVTmxCNkdoUT09
Meeting-ID: 644 4154 4519
Kenncode: 020900

Den Flyer findet Ihr hier: https://frauenselbsthilfe-bw.de/wp-content/uploads/2025/01/Brustkrebs_Flyer_Januar2025.pdf

Die Kontaktdaten, falls Fragen offen sind:
Jennifer Mollenhauer
Breast care nurse
Klinik für Senologie / Interdisziplinäres Brustkrebszentrum
KEM | Evang. Kliniken Essen-Mitte gGmbH
Henricistr. 92, 45136 Essen
Tel.:       +49 201 174-33033
E-Mail:  J.Mollenhauer@kem-med.com

Viele neue Erkenntnisse wünsche ich Euch und liebe Grüße

Heide

Ausatmen, durchatmen, aufatmen

„Endlich, endlich einmal wieder Zeit für mich! Eine Auszeit vom Marathon der Therapie, vom von Krankheit geprägten Alltag.“ So erging es wohl den meisten der 24 Teilnehmerinnen am stärkenden Wochenende, organisiert von unserer META-Gruppe Markdorf vom 15. bis 17.11.2024 im hoch über dem Bodensee thronenden Schloss Hersberg, Immenstaad.

Seit Bestehen unserer META-Gruppe (META steht für metastasiert), die erste überhaupt deutschlandweit, bieten wir jährlich in schöner Umgebung ein stärkendes Wochenende an für unsere Leidensgenossinnen – chronisch erkrankte Krebspatientinnen, sogenannte META-Frauen – nun zum dritten Mal! Dank vieler Sponsoren und privaten Spender ist dieses Angebot für die Teilnehmerinnen, abgesehen von der Anreise, kostenlos, denn: Armut durch Krankheit ist durchaus ein META-Thema.

Diesmal lautete unser Motto: „Ausatmen – durchatmen – aufatmen“. Mit einem strahlenden Herbsttag empfing der Bodensee am Freitagmittag die zum Teil weit Hergereisten aus Baden-Württemberg und Bayern – ein perfekter Auftakt, nicht selbstverständlich im Novembergrau am See! Am Nachmittag, ganz im Hier und Jetzt, erlernten wir unter Anleitung der einfühlsamen Entspannungstherapeutin Katja Eigendorf u. a., länger auszuatmen als einzuatmen und mit einigen anderen Methoden aus der Atemtherapie Stress zu reduzieren. Die Vertiefung und der Ausbau der Atemübungen am Samstagmorgen war hilfreich, um später im Alltag die Anspannung z. B. vor den regelmäßigen ärztlichen Untersuchungen reduzieren zu können.

         

Der unvergleichliche Musiktherapeut Thomas Schröter leitete beschwingt durch den Samstagnachmittag. Inspirierende Momente beim Ausprobieren der vielen mitgebrachten Instrumente und ein bisschen Theorie zur Heilkraft der Musik gipfelten in der Gemeinschaftserfahrung des heilsamen Singens. Ganz wichtig und wirklich heilsam war ein angeleitetes, musikalisch untermaltes Vergebungsritual. Dieser Prozess des inneren Heilwerdens trotz einer unheilbaren Krankheit war eine wunderbare Erfahrung – ein Geschenk der Vergebung und der Musik! Berührt genossen alle danach das gute Abendessen. Das abendliche Kristallkonzert von Kerstin Lang setzte nochmals neue Impulse, für manche das Sahnehäubchen, für andere fast eine Übersättigung.

 

Am Sonntagmorgen besuchte uns Christa Hasenbrink, die ehemalige Landesvorsitzende der Frauenselbsthilfe Krebs sowie Initiatorin der META-Gruppen, und berichtete über die neuesten Entwicklungen und Zukunftsperspektiven der „META-Welt“. Sie wird die META-Gruppen auch in Zukunft tatkräftig unterstützen. Denn die Erfüllung der besonderen Bedürfnisse der chronisch an Krebs erkrankten Menschen ist ihr ein ganz großes Herzensanliegen. Dank ihrer schier unerschöpflichen Energie und ihrer weitreichenden Vernetzungen kann sie in diesem Bereich ganz viel bewegen. Ihr Traum: deutschlandweit ein flächendeckendes, vernetztes Angebot von META-Gruppen, um so viel wie möglich Betroffene auffangen zu können.

Die allmählich aufklingende Wehmut angesichts des nahenden Abschieds wurde von der Psychoonkologin Daniela Lamm, die auch unsere Gruppentreffen stets begleitet, einfühlsam aufgefangen mit einer Fantasiereise zum Thema Löwenzahn als Sinnbild der Widerstandskraft und Pusteblume als Sinnbild der Leichtigkeit. Beides sind Eigenschaften, die unverzichtbar sind, um der Krankheit nicht das ganze Regiment über unser Leben einzuräumen. Sanft landete in den offenen Händen aller Teilnehmerinnen bei geschlossenen Augen ein Gläschen mit einer präparierten Pusteblume.

So ein „Mitgebsel“ ist seit unserem ersten Resilienzwochenende 2022 im Kloster Roggenburg Tradition und eine gute Stütze im Alltag, wenn das ganze Elend wieder über einen hereinbricht. Oft genügt ein Blick darauf, dieser kleine Impuls, und schon verdrängen schöne Erinnerungen die stetige Anspannung oder latente Angst vor der Progression. Überschäumend fröhlich klang dieses einmalig runde und stärkende Wochenende aus mit Seifenblasen, die sich die Teilnehmerinnen gegenseitig zupusteten – ein Bad in Leichtigkeit.

           

Unser aller Dank geht an das Haus St. Josef, Schloss Hersberg, für die liebevolle Betreuung und das leckere Essen, ebenso das Verständnis und die Flexibilität, mit der Frau Gabriele Holzmann auf unvorhersehbare, gesundheitlich bedingte Änderungen stets bereit war zu reagieren. Dann natürlich an unsere Sponsoren und privaten Spender, ohne deren Unterstützung wir diese wichtigen Auszeiten für in palliativer Behandlung stehende Betroffene nicht organisieren und anbieten könnten. Danke dafür!

Susanne Hecht, Petra Zirkl, Heide Drotleff, Ursula Rid

(Leitung META-Gruppe Markdorf)

Tai Chi-Chuan mit Ulrich Gössler

Am 07.11.2024 bietet Herr Ulrich Gössler uns, den Mitgliedern der Frauenselbsthilfe Krebs, Gruppe Meersburg, in seinem Zentrum für präventive und therapeutische Bewegungsmedizin einen Einblick in Tai Chi-Chuan, die „Essenz der chinesischen Kampfkünste“. Treffpunkt ist um 15 Uhr in der Schulstraße 12, Uhldingen-Mühlhofen. Bitte bequeme Kleidung tragen! Wir freuen uns auf Euch.

Pilzwanderung Gruppe Meersburg und META-Gruppe Markdorf

Die Termine unserer Pilzwanderung stehen nun fest. Da es so viele Anmeldungen gab, gehen wir in zwei Gruppen, und zwar am 25.9.2024 und 02.10.2024. Der Treffpunkt ist am Parkplatz Bifangweiher in Mimmenhausen, jeweils um 14 Uhr. Wer bisher noch nicht angemeldet ist, meldet sich bitte unter 07553-829573 (ggf. Nachricht auf AB hinterlassen) an. Ich freue mich auf Euch, Heide

Vorsorge und Früherkennung: die neue App PREVENT-TAKE-UP

Das Universitätsklinikum Ulm hat zusammen mit der Universität Ulm eine neue App entwickelt, die die Früherkennung und Prävention von Krebserkrankungen (Brust-, Darm- und Prostatakrebs) verbessern soll. Damit die App richtig an unsere Bedürfnisse angepasst werden kann, benötigen die Entwickler so viele Anwender wie möglich, die die App testen und dann Rückmeldung geben. Vielleicht möchte jemand mitmachen? Hier könnt Ihr das Infoschreiben und hier den Flyer herunterladen. Leitet die Unterlagen gern auch an Freunde und Bekannte weiter. Je mehr, desto besser!